About the project

Seit März 2016 gibt es in Potsdam ein offenes Malangebot für geflüchtete Kinder, das „Mittwochsmalen“. Die Kinder können dort selbst bestimmen, was sie malen wollen, um auf diese Weise das Erlebte zu bearbeiten. Erinnerungen an die heimatliche Landschaft, das alte Zuhause, finden Raum und erfahren Wertschätzung, ebenso aber auch die neuen Eindrücke in Potsdam, in der Schule, mit neuen Freunden.

Das künstlerische Material bietet ihnen viele Möglichkeiten, von ganz basalen Erfahrungen durch Berühren oder Schmieren der Farben bis hin zum Symbolisieren innerer Eindrücke und Gefühle. Wichtig ist hierbei, dass es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt. Das abschließende gemeinsame Betrachten des Entstandenen zu zweit oder in der Gruppe ist ganz besonders wichtig und heilsam.

Mein Ziel ist es, den Kindern mit dem Malraum einen sicheren Ort zu geben, wo sie und ihre Werke wertschätzend wahr- und angenommen werden. Es soll ein Ort sein, wo sie ankommen und sich entspannen können, um ihre Ressourcen zu erleben, die sich in den Bildern widerspiegeln.

Von März 2016 bis Juni 2018 war das Mittwochsmalen angegliedert an die Gemeinschaftsunterkunft Brauhausberg im Alten Landtag Potsdam. Als die Unterkunft im Sommer 2018 schließen musste, endete dort auch das Mittwochsmalen. Es hat nun eine neue Heimat und besucht als mobiles Angebot des Bürgerhaus die umliegenden GUs im Schlaatz.

(Weiterführende Literaturempfehlung: Edith Kramer: „Kunst als Therapie mit Kindern“, ISBN 978-3497014057.)